Mein Zeugnis - Moritz

Hallo liebe Leserinnen und Leser,
heute teilen wir das Zeugnis von Moritz, einem jungen Christen, der mit dem Unterschied von Glauben und Wissen haderte. Die Suche nach einer Antwort war eine Reise, die von Hoch- und Tiefpunkten geprägt ist.
Viel Spaß beim lesen!

Meine Geschichte mit Jesus beginnt wie bei vielen Anderen in der Kindheit. Ich bin vor allem durch meine Mutter und meine Oma stark christlich aufgewachsen. Mein Vater glaubte an einen Gott, hatte aber keine Vorstellung von Gott. Die Familie von meinem Vater kommt aus dem Osten wo der Glaube generell nicht so verbreitet war. Von der Seite meiner Mutter aus glaubt eigentlich jeder. Ich bin dann so weiter aufgewachsen, ging auch zur Sonntagschule und später zur Jungschar. Und wenn man älter wird, stellt man mehr Fragen. Das gehört zum älter werden dazu und es hat auch vor meinem Glauben nicht halt gemacht. Ich stellte mir oft die Frage wie ich denn wissen soll, dass Gott existiert. Für mich war einfach dieser Punkt WISSEN in dem Moment sehr wichtig. Ich habe dann auch Gott um ein Zeichen gebeten, um mir zu beweisen, dass er existiert. Ehrlich gesagt habe ich da schon nicht mehr daran geglaubt. Dann bin ich auf dem Weg von meinen Großeltern nach Hause nochmal an den Gedanken geraten und habe Gott wieder um ein Zeichen gebeten. Ich versprach ihm wenn er mir dieses Zeichen gibt werde ich anderen davon und von dem Glauben an sich erzählen. Es war regnerisch, dunkel und bewölkt. Und genau dort wo die Sonne war tat sich der Himmel auf, in Form eines Kreuzes. Aber wie ich nun Mal damals war hatte ich es bald wieder vergessen. Jedenfalls bis zu meiner Konfizeit, beziehungsweise dem Gebetsabend am KonfiCastle (Konfirmandenfreizeit in der regionalen Kirchengemeinde). Im Anschluss fragte ich direkt den Pastor, ob ich Mitarbeiter werden könnte. Von da an gab es in meinem Leben zwei Entwicklungen: Die negative war meine Psyche. Hier ging es mir immer schlechter und auch heute geht es mir alles andere als gut. Auf der anderen Seite ist da aber eben auch die Entwicklung im Glauben: Dieser hält und trägt mich. Ich bin seit dieser Zeit damals Mitarbeiter im Konfi geworden und kam auch zurück zur Jungschar - ebenfalls als Mitarbeiter - und ich liebe meine Arbeit. Ich liebe es anderen von unserem großen und barmherzigen Gott zu erzählen. Ich ging in den SAT (Sonntag Abend Treff) in Dillenburg. Da dieser allerdings nur halbjährlich (wöchentlich, aber nur in den Wintermonaten) ist hat meine Cousine einen Hauskreis gegründet zu dem ich gehe. Kurz darauf erfuhr ich bei einer Jahreshauptversammlung vom CHAT, eine Gruppe für junge Erwachsene. Später würde ich oben drauf noch Mitarbeiter bei der Future Jugend . Ich habe auch Mitarbeiter-Fortbildungen wie die Juleica gemacht, was mich im Glauben und in meiner ehrenamtlichen Arbeit enorm gestärkt hat. Auf meinem Weg habe ich so viele tolle Menschen kennenlernen dürfen die einen so schönen und starken Glauben haben. Aber ich möchte auch ehrlich: Es ist nicht immer einfach. Ich habe viel mit Druck zu tun. Druck den ich mir selber mache: Sowohl im Glauben als auch in der Schule und privat. Dieser Druck trieb mich bis an den Rand aber Gott war immer da, das wusste ich einfach (ja hier ist wieder dieses WISSEN). Ich kann es nicht in Worte fassen, aber wenn der Glaube stark genug ist, ist es als würde man es wissen. Gott hat mich immer getragen auch in den schlimmsten Zeiten. Ich habe aufgehört an Zufall zu glauben und seit dem habe ich Gott so oft gespürt, Situationen erlebt wo ich dachte: "das ist echt nice," Gott". Aber auch andere wo ich dachte "Wirklich? Muss das jetzt sein?" Doch ich weiß einfach, dass er da ist auch wenn ich mittlerweile gelernt habe, dass das Wissen egal ist. Es geht um das Glauben. Mittlerweile überlege ich sogar meine langjährigen Zukunftspläne aufzugeben und Theologie zu studieren. Denn auch wenn es mir nach wie vor echt scheiße geht und ich mittlerweile sogar in Therapie bin, spüre ich Gott wie nie zuvor. Er hält mich, trägt mich, beschützt mich und ist einfach immer da. Und das möchte ich auch an andere weitergeben, denn viele merken gerade dann wenn es ihnen schlecht geht, dass Gott da ist. Ich hoffe meine Geschichte hilft anderen in vielerlei Hinsicht: Haltet an eurem Glauben fest egal was passiert, denn Gott ist IMMER da!

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